International Animal Liberation Gathering 2019

International Animal Liberation Gathering 2019

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Internationales Tierbefreiungs-Gathering 2019

Rom, 26. bis 28. Juli 2019

Eine Gelegenheit, sich zu treffen, Analysen und Fähigkeiten auszutauschen und Erfahrungen und Strategien im Kampf gegen die Unterdrückung von Tieren und die Zerstörung ihrer Habitate zu diskutieren. Ein Kampf, der für uns Teil des breiteren Kampfes gegen jede Form von Ausbeutung, Unterdrückung und Autorität, für die totale Befreiung ist.

Dieses Treffen möchte Einzelpersonen und kleine Gruppen von Gleichgesinnten, die sich für Tierbefreiung einsetzen, auf eine Weise verbinden, die sich grundlegend von derjenigen unterscheidet, die von der Mehrheit der heutigen Tierrechtsgruppen betrieben wird. Tierrechtsgruppen, denen es an einer breiteren politischen Analyse und Praxis mangelt, sei es aufgrund von politischer Apathie oder bewusster Entscheidung, werden immer attraktiver für Menschen mit faschistischen, nationalistischen, sexistischen und rassistischen Ansichten.

Auf der anderen Seite hat sich in den letzten Jahren ein reformistischer Ansatz, der auf Massenmedien, auf Marktkapitalismus und Dialog mit dem Staat setzt, in einem Teil der Tierrechtsbewegung verbreitet. Wir werden über die Situation in unseren Ländern sprechen und darüber, wie man eine radikale Bewegung wieder aufbauen kann.

Wir möchten, dass sich das Treffen neben den philosophischen und theoretischen Diskussionen vor allem auf Strategie und praktische Vorschläge konzentriert. Wir wollen, dass es ein Ort ist, an dem wir unsere Erfahrungen austauschen, uns inspirieren lassen und sehen, was in unseren Regionen funktioniert oder nicht bezüglich unserer Bemühungen, wieder einmal einen anarchistischen und intersektionellen Tierbefreiungskampf anzuregen. Dieses Treffen steht in Kontinuität mit dem Europäischen Tierbefreiungstreffen (European Animal Liberation Gathering), das vom 1. bis 3. Juni 2018 in Bilbao stattfand, und den vorangegangenen in Bristol und Marseille.[1]

Der anarchistische Kampf für die Befreiung von jeglicher Form von Autorität und Macht ist der Rahmen, in dem wir den Kampf für Tierbefreiung verstehen. Viele Menschen würden sich zwar nicht als anarchistisch definieren, sind aber dennoch gegen Hierarchie und Domestikation; wir würden uns sehr freuen, wenn auch diese Menschen am Gathering teilnehmen würden.

Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, in dem wir kollektiv am Aufbau von solidarischen Verbindungen und am Widerstand gegen Repression arbeiten können. Für uns ist der Kampf für Tierbefreiung stark mit anderen Befreiungskämpfen (gegen das Patriarchat, gegen Homo-/Transfeindlichkeit, Rassismus, Kolonisation, Umweltzerstörung usw.) verknüpft und muss auf diejenigen hören und sich mit denjenigen verbinden, die am stärksten von diesen Unterdrückungen betroffen sind, und sich mit ihrem Kampf für den Aufbau einer inklusiven Bewegung verbünden, welche nicht die dominanten Hierarchien reproduziert. Weitere wichtige Aspekte, über die wir sprechen wollen, sind die Unterstützung von direkten Aktionen und die Unterstützung von Gefangenen.

Wir wollen, dass dieses Treffen komplett selbstorganisiert ist. Wir werden ein paar Diskussionen vorschlagen, aber wir wollen allen den Raum lassen, eine Debatte vorzuschlagen. Wir ermutigen insbesondere Gefährt*innen und Aktivist*innen, teilzunehmen und ihre Erfahrungen mit Tierbefreiungskämpfen in ihrer Region oder ihre praktischen Fähigkeiten auszutauschen. Falls ihr eine Präsentation vorschlagen möchtet, kontaktiert uns bitte mit einer kurzen Beschreibung.

 

[1] Bilbao 2018: https://animalliberationgathering.wordpress.com/

Bristol 2017: https://bristolliberationgathering.wordpress.com/

Marseille: ratattack@riseup.net

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Hier ist der Zeitplan des Treffens:

FREITAG 26.

13.00 Uhr Mittagessen

14.30 - 16.30 Einführung in das Treffen
Das Ziel dieses Treffens, unsere gemeinsamen Grundlagen, technische Fragen über den Ort und seine Einrichtungen (Küche, Toiletten, Duschen, Campingplatz, Workshop-Räume usw.), Selbstorganisation der Schichten, Umgangs- und Diskussions-Formen, sowie andere Vorschläge.

17.00 - 18.30 Uhr Geschichte der Anti-Vivisektionsbewegung

Die Präsentation zielt darauf ab, den Kampf gegen die Vivisektion in einen passenden Kontext zu stellen - ein Kampf, der seine Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen kann und der sich in jüngerer Zeit mit einer Reihe von Kampagnen entwickelt hat, die zuerst in England und dann in vielen anderen Ländern zu einer konkreten Bedrohung für die Existenz eines der profitabelsten Sektoren der Tierausbeutung werden konnten. Nach über 10 Jahren wurde dieser spezifische Kampf an den Rand gedrängt, zum Teil wegen der Repression, die viele Aktivist*innen daran hinderte, weiter an den Kampagnen zu arbeiten, mit denen sie beschäftigt waren, und zum Teil wegen eines fortschreitenden Desinteresses der Tierbefreiungsbewegung, die sich mehr und mehr auf Praktiken konzentrierte, die der Öffentlichkeit leichter zugänglich waren, wie vegane Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung für intensive Tierhaltung. Ziel des Vortrags ist es, einen Moment der kritischen Diskussion über die realen Möglichkeiten einer Neubelebung einer wirksamen Praxis des Kampfes gegen die Folter von Tieren in Laboren zu bieten.

17.00 - 18.30 Körper, Sexualität und Natur

19.00 Uhr Abendessen

21.00 - 23.00 Uhr Wie kann mensch den antispeziesistischen Kampf in eine revolutionäre Richtung einschreiben und seine Wirksamkeit sicherstellen?

"In einer Zeit, in der die polizeiliche und gerichtliche Repression gegen antispeziesistische Aktivist*innen immer härter wird, scheint es uns mehr denn je wichtig zu sein, die Praxis des direkten Handelns zu verteidigen, uns so zu organisieren, dass wir uns der Repression stellen, Allianzen mit anderen Befreiungskämpfen eingehen und die Schaffung von Gebieten des Widerstands für die Autonomie unterdrückter Menschen unterstützen. Seit 2016 versucht unser Kollektiv "269 Libération Animal" durch einen offensiveren Aktivismus, der sich direkt an die wirtschaftliche und institutionelle Macht richtet, diese Fragen zu beantworten: Wie kann sichergestellt werden, dass unsere Kämpfe in der Praxis eine echte, konkrete Überwindung des Speziesismus darstellen? Wie kann mensch den Antispeziesismus als ein globales politisches Projekt der Herausforderung der speziesistischen Herrschaft, aber auch anderer Herrschaften denken und materialisieren?"
Der vollständige Text ist auf Französisch (Résumé Animal Gathering 2019_FR) oder Italienisch (Résumé Animal Gathering 2019_ IT) verfügbar.

23.00 Uhr Musik & Chill-out

SAMSTAG 27.

8.30 Uhr Frühstück

9.30 - 12.00 Uhr Internationale Diskussion über die Situation der Tierrechtsbewegung in den verschiedenen Ländern und unsere Bemühungen zur Wiederbelebung radikaler Tierbefreiungskämpfe
Wir möchten, dass dieser Diskussionsraum die Möglichkeit bietet, Analysen über die aktuelle Situation der Tierrechtsbewegung in den verschiedenen Ländern, aus denen wir kommen, und über unsere Bemühungen in diesem Zusammenhang zur Wiederbelebung radikaler Tierbefreiungskämpfe auszutauschen. Wir laden Einzelpersonen und Gruppen, die an der Versammlung teilnehmen möchten, zur Vorbereitung einer Rede ein (jeweils max. 10-15 Minuten), um den Kontext und die Bedingungen, in die ihr eingreift, den allgemeinen Trend (reformistisch, libertär, liberal, reaktionär, ...) der Tierrechtsbewegung in eurem Land, und, was am wichtigsten ist, welche Art von Initiative und Projektualität organisiert wurde, um einen anarchistisch/libertären Tierbefreiungskampf wieder in Gang zu bringen - Kampagnen, Veranstaltungen, Analysen, Strategien.... Um eine Grundlage zu haben, um die kollektive Reflexion und Debatte darüber zu fördern, was funktioniert oder nicht, um unseren Kämpfen mehr Stärke zu verleihen.

12.30 Uhr Mittagessen

14.00 - 15.30 Uhr Einführung in Jagd-Sabotage
Eine Einführung in Jagd-Sabotage und Strategien, um Jäger*innen von ihrem blutrünstigen Spaß abzuhalten.

16.00 - 17.30 Uhr Repression gegen Tierbefreiungsaktivist*innen
Informationen und Updates über die jüngste Welle von Verhaftungen und Prozessen gegen antispeziesistische Aktivist*innen in Frankreich und der Schweiz und wie mensch sie unterstützen kann.

16.00 - 17.30 Wie mensch Schlösser knackt
"Hast du jemals deine Schlüssel vergessen und gemerkt, dass, wenn du wüsstest, wie mensch ein Schloss knackt, du dein Werkzeug-Set benutzen könntest, um dich reinzulassen? Such nicht weiter. Lerne, wie ein Schloss funktioniert und wie du es dir zunutze machen kannst. Nur für sportliche Zwecke. Natürlich."

18.00 - 19.30 Uhr Sicherheitskultur für die bewusste Aktivist
Mit dem Wachstum des veganen Aktivismus in den letzten Jahren ist eine deutlich höhere Anzahl von Untergrundaktionen zu beobachten, nicht nur innerhalb der Untergrundszene, sondern auch durch die "Strafverfolgung". Wir werden versuchen, Taktiken, gute Praktiken und Ratschläge für alle (ja, sogar für Aktivist*innen, die sich nicht zum Untergrund zählen!) zu diskutieren, um zu vermeiden, vom Dreck ins Visier genommen zu werden, um es den Informationssammler*innen nicht leicht zu machen und um nicht auf die staatliche Paranoia hereinzufallen.

18.00 - 19.30 Uhr Tierbefreiung und Klimagerechtigkeit: Massenaktionen gegen die Tierindustrie
Schwung aufnehmen für Massenaktionen gegen die Tierindustrie: die Tierbefreiungsbewegung und die Klimagerechtigkeitsbewegung zusammenbringen. Ein Bericht aus Deutschland, wo Animal Climate Action eine Aktionskonferenz organisiert, um ein radikales, antikapitalistisches Bündnis für massenhafte Mobilisierungen zu starten, um die Tierindustrie direkt und sensibel zu treffen.

20.00 Uhr Abendessen

22.00 Uhr Musik & Chill-out

SONNTAG 28.

8.30 Uhr Frühstück

9.30 Demo gegen einen Ort der Tierausbeutung

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 Zusammenfassung & Aufräumen

Kategorien: 

  • action/protest/camp
  • course/workshop
  • discussion/presentation
  • meeting

Weitere Tags: 

  • anarchy
  • radical ecology
  • animal liberation
  • vegan

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