We are all § 129 a,b,c,d

Freitag, 24 Juni

We are all § 129 a,b,c,d

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Open assembly for offensive solidarity

Following on from the discussion days on the 6th, 7th and 8th of May, we would like to take this opportunity to call for the next open assembly, in order to reflect upon what we discussed in May and attempt to move forward.  These days renewed our assertion that an open and public assembly on this topic, as was common in previous years, is a much needed tool in developing a collective and dynamic solidarity. With cases such as these aiming to isolate both us from each other and radical ideas from society, open assemblies go against this, turning the state´s tactics against them and ensuring we do not internalize their repression.

It is important to acknowledge the differences between us when facing repression. We all live in different conditions that pose different challenges, so the consequences of repression are varied, and affect both the individual and their social surroundings. Class background, residency status and care responsibilities are some of the dimensions we discussed. How do we prepare ourselves and our social surroundings so that in the case of repression we can stand together behind our political beliefs.

In this way anti-repression becomes a way of actually gaining space, rather than merely defending. Instead of seeing it as extra work, imposed by the state, we should look at it as a practice in which we can strengthen our political ideas. Relating not only to the individuals that face repression, but to their political struggles, it is important we combine practical solidarity, such as visiting incarcerated people, sending letters and supporting court cases, with a continuation of the struggles of those facing repression.

Wir sind alle § 129 a,b,c,d - Aufruf zur offenen Versammlung

Im Anschluss an die Diskussionstage vom 6., 7. und 8. Mai möchten wir die Gelegenheit nutzen, um zur nächsten offenen Versammlung aufzurufen. Wir wollen mit Euch über das, was wir im Mai diskutiert haben, nachdenken und gemeinsam überlegen, wie es weitergeht. Diese Tage haben uns darin bestärkt, dass eine offene Versammlung zu diesem Thema, wie sie in der Vergangenheit üblich waren, ein dringend benötigtes Instrument zur Entwicklung einer kollektiven und dynamischen Solidarität ist. Repression zielt darauf ab, uns voneinander als auch radikale Ideen von der Gesellschaft zu isolieren. Offene Versammlungen wirken dem entgegen, indem sie die Taktiken des Staates gegen diesen wenden und dabei helfen können, dass wir ihre Repression nicht verinnerlichen.

Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen uns anzuerkennen, wenn wir Repressionen ausgesetzt sind. Wir alle leben in unterschiedlichen Verhältnissen, die uns vor unterschiedliche Herausforderungen stellen, sodass die Folgen der Repression vielfältig sind, sowohl wie sie den Einzelnen als auch das soziale Umfeld betreffen. Der Klassenhintergrund, der Aufenthaltsstatus und die Care-Verpflichtungen sind einige der Dimensionen, die wir diskutiert haben. Wie bereiten wir uns und unser soziales Umfeld vor, damit wir im Falle von Repression gemeinsam hinter unseren politischen Überzeugungen stehen können?

Auf diese Weise wird Antirepression zu einem Weg, tatsächlich Raum zu gewinnen und uns nicht nur zu verteidigen. Anstatt sie als zusätzliche, vom Staat auferlegte Arbeit zu betrachten, sollten wir Antirepressionsarbeit als eine Praxis betrachten, in der wir unsere politischen Ideen stärken können. Es ist wichtig, dass wir die praktische Solidarität, wie z. B. Besuche bei Inhaftierten, Briefe und die Unterstützung von Gerichtsverfahren mit der Weiterführung der Kämpfe derjenigen, die Repressionen ausgesetzt sind, verbinden und uns nicht nur auf die einzelnen Personen, sondern auch auf ihre politischen Kämpfe beziehen.

 

Datum & Zeit: 

Freitag, 24 Juni, 2022 - 19:00

Kategorie: 

  • Diskussion/Vortrag

Preis: 

  • umsonst
New Yorck im Bethanien
Mariannenplatz 2A
10997 Berlin
Deutschland

Wegbeschreibung: 

U Görlitzer Bahnhof, Kottbuser Tor; S Ostbahnhof