Nachrichten von squat.net

Berlin: Die Rigaer lebt – eine Nachricht an unsere Freundinnen und Gefährtinnen

Danke für jede Unterstützung in den letzten Wochen. Besonders für die letzten 2 Tage, bei der Vorbereitung und im kollektiven Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind. Es waren die intensivsten Tage des Kampfes, die wir uns hätten vorstellen können. Tage die die Pläne von Staat und Kapital in eine Katastrophe verwandelt haben. Eine wichtige Erinnerung an uns selbst, unser Kollektiv und unsere Unterstützer*innen, wie wichtig unsere Netzwerke, unsere solidarische Infrastruktur und Selbstorganisation sind.

Mit der Verteidigung der Nachbarinnenschaft gegen den Aufbau der roten Zone angefangen haben wir die richtigen Schlüsse aus den Aggressionen von Staat und Immobilienwirtschaft gegen die Menschen, die in dieser Stadt leben, gezogen. Die Errichtung von Gefahrengebieten und Roten Zonen, in denen die Menschen zu einfachen Zielen für die Bullen werden um eine Atmosphäre der Isolation und Angst zu erschaffen, ist zur Normalität in dieser Stadt der Reichen geworden. In den letzten Jahren gab es viele Momente, an denen wir, auf die der Staat zielte, dazu verdammt waren in beinahe stillem Protest an den Hamburger Gittern zu stehen, bewacht von einer militarisierten Polizei. Wir erinnern uns an die Räumung der Ohlauer Schule in Kreuzberg, die Räumung des Kiezladens Friedel54 und all der anderen Projekte wie Syndikat, Meuterei und unsere Nachbarinnen der Liebig34. Dies kann nicht mehr toleriert werden – die Menschen müssen sich erheben!

Mit der nötigen Konsequenz haben wir es daher alle zusammen über 48 Stunden geschafft, lokal und dezentral offensiv auf die Straße zu gehen und unsere Strukturen und Ideen militant zu verteidigen und Druck auf unsere Feinde aufzubauen, bevor sie überhaupt ihre repressive Operation starten konnten. Wir haben uns dazu entschieden nicht darauf zu warten, dass die Lakaien des Staates wieder eine Zone aufbauen, in der sie ohne probleme autonome Strukturen und rebellische Nachbar*innenschaften ins Visier nehmen können. Darum wurde eine autonome Zone um die Rigaer 94 zu einer Stunde errichtet, in der die Cops sie nicht erwartet hätten. Die Straßen wurden zusammen mit vielen Menschen abgeriegelt und eine lange Zeit wurden die Barrikaden mit den Mitteln der autonomen Bewegung verteidigt. Bis zum Einsatz von von schwerem technischen Gerät, einem Räumpanzer und zwei Wasserwerfern waren die Cops nicht in der Lage in unsere Straße einzubrechen. Lasst uns diese Ereignisse als einen Vorschlag an alle Menschen in und außerhalb der Metropole verstehen, die anstehenden Angriffe zu beantworten. Nicht nur gegen die Rigaer 94, sondern auch gegen die Köpi, alle bedrohten Projekte und unsere Ideen, sowie jede staatliche Attacke und seine bloße Präsenz.

Aber der staatliche und kapitalistische Krieg sind noch nicht vorbei. Nicht nur werden sie einmal mehr versuchen die Rigaer 94 anzugreifen, sondern auch jede einzelne Struktur und jedes Individuum, die alltägliche gegen diese erstickte Gesellschaft kämpfen. Wir sollten uns weiter organisieren und unsere solidarischen Netzwerke ausweiten. Wir rufen dazu auf die Kämpfe nicht nur im Nordkiez zu intensivieren und die Kontinuität dieser rebellischen Nachbarschaft zu stärken, sondern auch dezentral in jeder Ecke dieser Stadt.

Lasst uns alle zusammen weiter gegen die Stadt der Reichen kämpfen. Bis jeder Plan von Staat und Kapital zu Asche wird!

Freundinnen und Gefährtinnen der Rigaer 94

Rigaer94
Rigaerstrasse 94, Berlin
https://squ.at/r/49pd
https://squ.at/r/5fm
https://rigaer94.squat.net/

Gruppen: Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://stressfaktor.squat.net/

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Rigaer94 https://rigaer94.squat.net/2021/06/17/die-rigaer-lebt-eine-nachricht-an-unsere-freundinnen-und-gefahrtinnen/

Berlin: Rigaer94 – Unsere Erklärung zur aktuellen Situation

Heute, am Abend des 16. Juni blicken wir auf einen kämpferischen Tag und eine temporäre autonome Zone zurück und schauen mit der geballten Faust nach vorne. Ja, wir werden uns noch lange mit einem breiten Lächeln im Gesicht an die Barrikaden in der Rigaer Straße und ihre kollektive Verteidigung erinnern. Schritt für Schritt verbrennen sich Senat und Eigentümer an der versuchten Zerstörung unseres Hauses die Finger.

Nach der Straße gibt es nun auch auf juristischer Ebene Probleme. Ein Oberverwaltungsgericht hat die Ausgangslage für die Verantwortlichen beim Senat und der Briefkastenfirma für den Angriff auf unser Haus beträchtlich erschwert. Letzterer, vertreten durch Bernau, Luschnat und von Arentin, wurde untersagt, überhaupt unsere Räume zu betreten. Die Bullen sollen zudem nur Zugang zu Treppenhaus, Dachboden, Hof, etc. bekommen, nicht jedoch zu den privaten Wohnungen.

***In diesem Moment wird somit dem nun für zuständig erklärten Sachverständigen von unseren Anwälten kommuniziert, dass er den Brandschutz in unserem Haus, ohne Gefahr für seine Gesundheit begutachten und problemlos rein- und rauskommen kann. Selbstverständlich ohne auch nur einen Bullen, so wie wir es schon im Januar 2021 erklärt haben. Und wir halten unser Wort. Das sollte heute erneut mehr als klar geworden sein. Ganz im Gegensatz zu dem Wort zahlreicher Politiker*innen, ob im Bezirk oder Senat, dem der Bullen oder gar einer windigen Briefkastenfirma. Einige von ihnen wagen es immer noch zu behaupten, es gehe ihnen nicht um eine Räumung der Rigaer94.***

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wir seit November 2020 bereits mehrere Brandschutzgutachten durchgeführt und Mängel eigenständig behoben haben. Der Senat und eine Briefkastenfirma haben dies bewusst ignoriert und somit nach und nach ihr vorgeschobenes Argument, es gehe nur um die Sicherheit der Bewohner*innen der Rigaer94 und ihrer Nachbar*innen, demaskiert.

Sollte sich die Politik also für eine Stürmung entscheiden, geht sie den Weg, wie wir ihn bereits vorhersagten. In diesem Fall werden wir uns verteidigen. Dagegen, dass die Bullen alles zerstören, um unser Haus daraufhin für “unbewohnbar” erklären zu können. Dagegen, dass unser geliebter Ort und die ihm innewohnenden Ideen der Kollektivität, gegenseitigen Hilfe, Solidarität und Selbstbestimmung vernichtet werden sollen.

Heute haben wir allen, die daran gezweifelt haben gezeigt, dass wir nicht nur bereit sondern auch fähig dazu sind, den Konflikt mit dem Staat und seinen Schergen zu intensivieren. Wir haben sie zu einem Zeitpunkt getroffen, an dem sie nicht damit gerechnet haben, und auf den sie mit Sicherheit nicht vorbereitet waren. Wir bedanken uns bei allen solidarischen Menschen, Nachbar*innen und Freund*innen und blicken gespannt auf die kommenden Stunden.

Eure Rigaer94

Rigaer94
Rigaerstrasse 94, Berlin
https://squ.at/r/49pd
https://squ.at/r/5fm
https://rigaer94.squat.net/

Gruppen: Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://stressfaktor.squat.net/

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Rigaer94 https://rigaer94.squat.net/2021/06/16/rigaer94-unsere-erklarung-zur-aktuellen-situation/

Berlin: Kundgebung gegen die Räumungsverhandlung des Køpi Wagenplatz

Zu Hause bedeutet nicht unbedingt vier Wände, und Freiräume kommen manchmal auf Rädern daher.

Der Køpi Wagenplatz ist Synonym für den Versuch eines autonomen und selbstbestimmten Lebens, für eine deutlich sichbare Antwort auf die dominante Kultur des Eigentums, wo Türen der Gemeinschaft, der Nachbarschaft und Solidarität den Zutritt verwehren.

Am 10. Juni wird der Räumungsprozess gegen diesen Teil unserer Infrastruktur stattfinden. Die “legale” Daseinsberechtigung dieses selbstorganisierten Projektes wird, genau wie die zahlreicher anderer Häuser in Berlin, von Leuten bestimmt, die nur eines im Sinn haben: den Interessen des Kapitals, der Hausbesitzer und Immobilienkonzerne zu dienen. Unsere Position ist es, klar zu stellen, dass wir nicht nur jedes bedrohte Projekt verteidigen werden, sondern auch für die Selbstbestimmung unserer Leben stehen. Wir erkennen nicht ihre Institutionen an, aber wir werden da sein, wenn Entscheidungen ohne uns über uns gefällt werden.

Deswegen rufen wir zu einer Demonstration am 10. Juni um 11 Uhr vor dem Gericht in der Turmstraße 91 auf.

Wir wollen Staat und Kapital zeigen, dass wir gegen jede Bedrohung und gegen ihre Institutionen zustammenstehen.

Lasst uns die Straße blockieren und laut sein! Gemeinsam schaffen wir kollektive Momente gegen die uns auferzwungene Realität.

Solidarität ist unsere Waffe!

Für ein selbstorganisiertes Leben, für eine Stadt von unten!

Solidarität mit dem Køpi Wagenplatz!

interkiezionale

Køpi & Køpi Wagenplatz 133 – 138
Köpenicker Straße, 10179 Berlin
https://squ.at/r/d
https://koepi137.net/

Wagenplatz in Berlin: https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin/topic/wagenplatz
Gruppen in Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://radar.squat.net/de/stressfaktor

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Radar https://squ.at/r/8all

Berlin: Analyse, Taktiken & Tips – Dont wait until it’s too late

Für den 15.Mai rufen Køpi und Rigaer94 zur “Don’t wait until it’s too late” Demo am Gendarmenmarkt auf.

Es soll eine kraftvolle und dynamische Demo werden, die nicht erst auf den nächsten Räumungstermin wartet. In den letzten Jahren gab es viele Auswertungen und Analysen unserer Demos, das reichte für einige erfolgreiche gute Versuche aus eingefahrenem Verhalten auszubrechen und ein wenig Aktionsraum zurückzuerlangen. Wir erhoffen uns von unseren Demos meist noch etwas anderes als gesehen und gehört zu werden, oder etwas zu blockieren. Natürlich geht es dabei darum gemeinsame Moment zu schaffen, Momente in denen wir auf den Straßen zusammenkommen, Momente in denen wir die Normalität aufbrechen und die Massenträgheit und gesellschaftlichen Zügel überwinden können. Momente in denen wir unsere gemeinsame Stärke erkennen und erleben können. Nicht als Event sondern mit dem Ziel einen Augenblick zu schaffen der uns verbindet mit anderen Zeitpunkten radikaler Praxis und auf diese aufbaut. Augenblicke aus denen eine Dynamik wachsen kann, in der es möglich ist sich auch spontan anzuschließen, sich auszuprobieren und Erfahrung zu sammeln. Damit wir uns damit nicht in den eigenen Hinterhalt locken ist es unabdingbar unsere Vorgehensweisen immer wieder zu überdenken und anzupassen und aus eingefahrenen Ansätze und Verhaltensweisen auszubrechen. Als Grundlage haben wir hier einige Analysen und Vorschläge zusammengefasst.

Gruppen nicht Reihen
Die letzten Demos haben uns bestätigt, starre Reihen sind nicht sinnvoll in einer dynamischen Demo. Sie hindern alle daran schnell nach vorne oder hinten zu kommen, außer Cops, denn die kommen von der Seite. Dafür ist es oft sinnvoller, an den Seiten der Demo hintereinander als Kette zu laufen um so die Demo seitlich zu schützen. Auch Ketten machen erst Sinn wenn es eine statische Bedrohung von aussen gibt, ohne freie Arme ist es schwer sich und die Nächste.n zu schützen und Positionen zu tauschen. Auch ein Spalier lässt sich leichter verdrängen und die Ganzheit der Straße schneller einnehmen wenn wir als Gruppen frei fliessen können. Auch können wir aus anderen Ländern lernen, dass es sicherer ist sich am Hosenbund fetszuhalten anstatt an den Armen einzuhaken.

Die Straßen gehören uns – die ganze Straße
Die Gehsteige mit einzunehmen macht auch als größere Gruppe Sinn. Setzen die Cops ein Spalier an, lässt sich das wohl am ehesten aufbrechen wenn auf der “anderen” Seite genausoviele Menschen sind und auch von aussen auf die Cops einwirken. Wenn es kein Spalier gibt verhindert es, dass Cops gut beobachten können wer sich wie bewegt und was passiert.
Damit wir die Dynamik selbst bestimmen können wird es nur am Anfang und am Ende den Lauti geben. Fahrräder halten wir in der Demo nicht für sinnvoll. Bitte lasst sie irgendwo in der Nähe stehn. Sie stören auch an der Seite wenn sie wie ein Spalier mitlaufen und hinten halten sie die letzte Reihe auf. Gleiches gilt für Kinderwägen. Bitte überlegt euch ob die Demo ein guter Ort sein kann, für kleine Kinder die sich nicht selbst aussuchen können was sie tun und in welche Situation sie sich begeben.

Aufeinander achten – Miteinander stark sein
Wenn wir unsere gemeinsame Stärke ausspielen, können wir im Besten Fall verhindern, dass Menschen festgenommen werden. Dazu ist es wichtig Personen die gerade zu viel Aufmerksamkeit der Cops haben, in die Massen verschwinden zu lassen und sie nicht aussen zu blockieren oder vor ihnen wegzulaufen. Menschen die sich umziehen wollen oder etwas vorbereiten können wir decken, dazu hilft es auch eigene Seitentranspis mitzubringen. Wenn wir die Augen für die Menschen um uns herum offen halten können wir auch vermeiden, dass sie eine wichtige Info nicht erreicht, sie einen Knüppel gegen den Kopf bekommen, sie gegen einen Poller laufen oder niemand mitbekommt, dass sie etwas brauchen. Es kann immer Momente geben in denen wir uns lieber verdrücken wollen. Gerade dann ist es aber wichtig nicht einfach wegzulaufen, fast immer macht es mehr Sinn zusammenzubleiben und die Ruhe zu bewahren. Wenn es etwas unübersichtlich wird, hilft durchatmen weit mehr als in Panik zu verfallen, dabei können wir auch anderen helfen. Auch zum Zeitpunkt der Auflösung ist es gut langsam zu verschwinden. Natürlich gibt es Situationen in denen rennen Sinn macht – aber auch da ist es wichtig nicht andere zurückzulassen oder über einen Haufen zu laufen!
Es macht Sinn sich mit einer Bezugsgruppe zu bewegen, also Leuten die ich schon kenne, mit denen ich im besten Fall schon Erfahrungen gesammelt habe, aber aufjedenfall schon gesprochen habe. Was machen wir gerne, Womit haben wir Probleme, welche Bedürfnisse gibt es, wie behalten wir einander im Auge – im Raum aber auch emotional – Was gibts zu tun und wer kümmert sich um was wenn eine Person in die Gefangenensammelstelle kommt oder in U-Haft, Was gibt es auf der Demo und drumherum zu tun, was wollen wir dort
Wenn du alleine kommst macht es trotzdem Sinn mit Menschen in der Demo zu sprechen , vlt hast du manche ja schon öfter gesehen.

Die Demo ist was du draus machst
Damit während der Demo irgendwo etwas passiert, muss es jemand tun.
Es sind alle eingeladen sich vorher zu überlegen, was sie sich auf einer Demo wünschen und sich Gedanken zu machen wie es dazu kommen kann. Also vorher die Route anschaun und überlegen:
Wie und wo ihr in die Demo kommen wollt. Der Startpunkt ist recht groß und hat viele Zugänge, trotzdem sind dort wohl Vorkontrollen und die Copdichte am höchsten.
Was gibt es spannendes auf der Route und in der Nähe der Route?
Ausbrüche aus der Demo können für Schwung sorgen und die Situation unkontrollierbar machen. Wenn etwas ausserhalb passiert stresst es Cops und kann das Spalier aufbrechen, es ist zumindest motivierend. Welche Stellen könnten ein Problem für uns sein und was wäre da sinnvoll, was können wir dort tun? Auf dieser Route wird es wenig andere Menschen geben, dennoch ists sinnvoll zu flyern, kleben, sprühen.. Wo wollt ihr die Demo verlassen?
Zum Schluss ist es wichtig nicht ewig zu warten und einen Plan zu haben für die Abreise. Geht am besten nicht alleine, sprintet nicht einfach los um keine Panik auszulösen und alle Aufmerksamkeit auf euch zu ziehn. Achtet darauf wo ihr hingeht, warscheinlich wollt ihr nicht gleich in die nächsten Kameras laufen und auch nicht in die nächste UBahn.

Repression
Wenn ihr im Rahmen der Demo Repression erlebt, meldet euch bei interkiezionale [at] riseup [dot] net, damit wir euch unterstützen können und im Nachhinein wissen wie es auf der Demo für euch lief. Seht ihr Festnahmen oder werdet selber länger festgehalten, meldet euch beim EA unter 030 69 22222. Bitte nur Namen und Kontext angeben. Es wird einen durchgehenden GESA Support geben, erreichbar unter: +49157-82306155. Berliner Cops versuchen meist auf Kontakt zu bleiben, schlagen gerne zu und pfeffern. Es wird vermehrt gefilmt und wenn etwas passiert versuchen sie Videomaterial von umliegenden privaten Überwachungskameras zu bekommen. Das Videomaterial wird mitunter live ausgewertet um Menschen gleich oder nach der Demo festnehmen zu können. Achtet wie immer auf eure Kleidung und vergesst nicht die Wechselklamotten!

Sanitärlage
Sollte zum Zeitpunkt der Demo Ausgangssperre herschen bedenkt folgendes:
Der Weg von und zur Demo ist rechtlich geschützt, das heißt ihr könnt es bei einer Kontrolle angeben. Genauso dürft ihr natürlich zur nächsten Notapotheke oder ins Krankenhaus.

Damit es bei einer dynamischen Demo zu den Momenten kommen kann die wir uns alle wünschen

Eigenverantwortung, Solidarität & Achtsamkeit

Rigaer94
Rigaerstrasse 94, Berlin
https://squ.at/r/49pd
https://squ.at/r/5fm
https://rigaer94.squat.net/

Gruppen: Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://stressfaktor.squat.net/

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Rigaer94 https://rigaer94.squat.net/2021/05/08/dont-wait-until-its-too-late-demo-15-5/

Luzern: Demo auf rollen! Eichwäldli bleibt!

Die Pozilei hat uns aus den Federn geholt, in unseren Sachen gewühlt und uns Eingepackt. Die Stadt hat sich während wir in der Zelle sassen ins Haus geschlichen, Wände und Zäune aufgestellt und uns mit einem läppischen Zettel vom Heimkehren abhalten wollen. Damminomol, gehts eigentlich noch? Wie wärs mit reden?

Hey Stadt Luzern, zeig dich endlich etwas beweglich!

Wir zeigen es vor: DEMO auf ROLLEN!
8.Mai 2021, 17h Besammlung beim Eichwäldli. Bring den fahrbaren Untersatz deines Vertrauens, schmück dein Kickboard, Cargovelo, Segway, Rollschuh, bring deinen Helm oder andere extravagante Kopfbedeckung.

Die Spazierfahrt ist bewilligt. Passen wir aufeinander auf: Maske + Abstand.
WIR FREUEN UNS! Weitersagen.

Eichwäldli
Murmattweg 2
6005 Luzern, Schweiz
eichwald [at] immerda [dot] ch
https://squ.at/r/6709
https://eichwaeldlibleibt.noblogs.org/

Backbord, agenda linker Subkultur und Politik in der Zentralschweiz https://radar.squat.net/de/backbordtk
Einige Hausbesetzungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/squated/squat
Einige Gruppen (Kollektive, soziale Zentren, Hausbesetzungen) in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH
Veranstaltungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/events/country/CH

quelle: Backbord https://squ.at/r/89yi

Solothurn: Wagenplatz “Wagabunten”, 7 Jahre sind genug! “Die Wagabunten” gibt es immer noch!

Bereits seit 7 Jahren sind wir in unseren Wagen in der Stadt Solothurn und Umgebung anzutreffen. 7 Jahre, in welchen wir versuchen unserem Anliegen, ein fixen Standort für unseren Wagenplatz, Gehör zu verschaffen. Doch leider gibt es nach wie vor keine Lösung für unser alternatives Wohnprojekt.
In diesen 7 Jahren haben wir verschiedene Lösungswege angestrebt: wir haben Unterschriften gesammelt, wir sind aktiv auf Besitzer*innen von Geländen zugegangen, seien dies Privatpersonen, die Stadt, der Kanton oder die umliegenden Gemeinden.
Auch ein Konzept wurde ausgearbeitet und an verschiedene Parteien verschickt. Doch sogar mit dem Einverständnis eines Privatbesitzers und einer Baubewilligung, wurde unserem Vorhaben Steine in den Weg gelegt. Daher hat sich die Besetzung von Brachen für uns als effektivste Methode herausgestellt. Auf diese Weise haben wir in den letzten 7 Jahren über 25 brachliegende Plätze bewohnt. Für uns “Wagabunten” bedeutet dies, im Schnitt rund alle 3 bis 4 Monate (!) umzuziehen.
Wir fordern einen Standort für unseren Wagenplatz!
Dass alternative Wohnformen durchaus gefragt sind und dass es Möglichkeiten gibt, solche Projekte zu legalisieren, zeigen Beispiele in Bern, Biel, Luzern, uvm.
Im Oktober 2020 haben wir uns entschieden, nach einigen Jahren in der Agglomeration um Solothurn herum, wieder in die Stadt zu ziehen, da Solothurn für uns unseren Lebensmittelpunkt darstellt.
Nach der Besetzung der Wiese neben dem Badi Parkplatz hat uns die Stadt “grosszügigerweise” den Badi Parkplatz befristet für 3 Monate zur Verfügung gestellt. Unsere Anfrage den Parkplatz zumindest bis zur Eröffnung der Badi-Saison nutzen zu dürfen wurde, zu unserer “Überraschung”, aus baurechtlichen Gründen abgelehnt. Unsere Anfrage für ein gemeinsames Gespräch, um zusammen eine Lösung zu finden wurde schlichtweg ignoriert.
Das können wir auch, haben wir uns gedacht und den Räumungstermin des Badi Parkplatzes verstreichen lassen. Doch nun öffnet die Badi demnächst und man hat uns erneut aufgefordert diesen Parkplatz zu verlassen. So geht unsere Suche nach einem geeigneten Standort weiter. Doch unterkriegen lassen wir uns nicht!
Wir besetzen weiter bis wir eines Tages bleiben können!
Wagenplätze überall!

Los Wagabuntos

Einige Wagenplätze in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/topic/wagenplatz
Einige Hausbesetzungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/squated/squat
Einige Gruppen (Kollektive, soziale Zentren, Hausbesetzungen) in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH
Veranstaltungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/events/country/CH

Barrikade https://barrikade.info/article/4471

Berlin Kundgebung gegen Gentrifizierung

Die Gentrifizierung setzt sich im Stadtteil Neukölln immer mehr durch. Von den Restaurants im sogenannten “Kreuzkölln” bis zu den Kneipen in der Weserstraße; vom “Karstadt” am Hermannplatz bis zum gesamten Schillerkiez. Der neueste Schandfleck, die im Bau befindliche Luxussiedlung “Kalle Neukölln”, bringt das Thema Gentrifizierung noch näher an unseren Kiez heran.
Kaum hat das Bundesverfassungsgerichtden Berliner Mietendeckel gekippt, scheint die Bautätigkeit so allgegenwärtig zu sein wie nie zuvor; ein klares Indiz dafür, dass Mieterhöhungen und Verdrängungen bereits begonnen haben.
Am Freitag, den 07.05.2021, organisieren wir in unserem Kiez, entlang der Braunschweiger Str. und Richardstr. eine Kundgebung: Gemeinsam für einen selbstorganisierten Kiez! Wir laden euch ein, zusammenzukommen, zu tanzen, zu spielen und gemeinsam eine solidarische Nachbarschaft zu feiern!
Alle eingenommenen Spenden fließen vollständig in die Finanzierung von Anti-Repressions-Kosten für Menschen ohne Papiere.

Gegen die Gentrifizierung, in Solidarität mit bedrohten Hausprojekten, lasst uns die Straßen zurückerobern!

Brauni 53/55
Braunschweigerstr. 53/55, 12055 Berlin
b5355 [at] riseup [dot] net
https://squ.at/r/v2l
http://b5355.noblogs.org/

Gruppen in Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://radar.squat.net/de/stressfaktor

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Radar https://squ.at/r/89sx

Berlin: Køpi Protestwochenende

Die Køpi ruft ihre Freunde weltweit auf, am 15. und 16. Mai 2021 nach Berlin zu einem Protestwochenende zu kommen. Dem Køpiplatz (Wagenburg) droht die bisher größte Räumungsgefahr – also stehen wir zusammen, um für unsere Plätze & Häuser zu kämpfen.
Seit mehr als 30 Jahren bietet die Køpi, ein selbstorganisiertes Projekt in Berlins Mitte, Wohnraum für Menschen in Haus & Wagenburg & ist es bis heute auch ein Sammelpunkt für Kollektive, Veranstaltungen und kreative Energie. Wir geben unser Lebenskonzept nicht für die raffsüchtigen Phantasien einiger Immobilienhaie auf!
Dem vorgeblichen Eigentümer der Køpi, der Startezia GmbH, geht es nur um die teure Vermarktung des Wagenplatzareals nach einem erträumten Klageerfolg – nur ein weiteres Beispiel, wie gemeinschaftliche Häuser & unabhängige Projekte von anonymen Briefkastenfirmen zerstört werden sollen.
Der Køpiplatz ist nicht allein: Auch andere Berliner Projekte wie das Jugendzentrum Potse, das Hausprojekt Rigaer 94 und der Wagenplatz Mollies sind unmittelbar bedroht. Im letzten Jahr wurden bereits zentrale linke Orte wie Liebig 34, Syndikat, Meuterei, Diesel A, Sabot Garden und G17a mit martialischem, teurem Bullenterror geräumt.
Die Gier ist schon zu weit gegangen, wir können nicht vergessen und wir werden nicht verzeihen.
Der Køpiplatz ist unser Zuhause & wir sind hier, um zu bleiben!
Werd aktiv, groß oder klein, in deiner Stadt oder Gemeinde.
Sei laut, mach es schmutzig, sei kreativ! Sei Køpi!

Bringt eure Wut nach Berlin! Blockiert die Straßen! Stoppt die Stadt!

15. Mai – Wagenplatzdemo – 20:30 – Ort wird noch bekannt gegeben

16. Mai – Wagenplatzkundgebung – 13:00 – Køpi zwischen Schillingkreuzung & Adalbertstr.
with “Reactory” (local Metal) – “Visions Of War” (crusty from Hellgium/Int.) – “Strach” (Punk from the Kiez) – “Alice Dee” – “Rapkreation” – “Yeshe” (all Kreuzberg Rap) – “Day Before Wednesday” (performance) & speech contributions

Wartet nicht, bis es zu spät ist! Die kapitalistische Übernahme muss aufhören!

Køpi & Køpi Wagenplatz 133 – 138
Köpenicker Straße, 10179 Berlin
https://squ.at/r/d
https://koepi137.net/

Wagenplatz in Berlin: https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin/topic/wagenplatz
Gruppen in Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://radar.squat.net/de/stressfaktor

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Køpi https://koepi137.net/protestweekend-may-2021.html#deutsch

Basel: haus besetzt und wieder geräumt

Heute früh wurde die Florastrasse 23 besetzt. Das Haus steht seit einem Jahr leer und hätte neu belebt werden sollen. Der Eigentümer erfreute sich jedoch nicht über diese Nachricht und schaltete kurzerhand die Polizei ein. Ein konstruktives Gespräch oder eine anderweitige Verhandlung zwischen den Besetzer*innen und dem Besitzer war leider nicht möglich. Das Haus wurde somit nach wenigen Stunden polizeilich geräumt. Festnahmen gab es keine.

Mit der Besetzung wurde dem Aufruf der Aktionstage „Gemeinsam gegen Leere! – Wem gehört der Raum?“ gefolgt.
Wem gehört der Raum? Was sind die Gründe für „Leer-Stand“?

Es gibt viele leere Häuser, Wohnungen und Büroräume in Basel und schweizweit. Die Gründe sind (kurz gesagt) Immobilien Spekulationen, Totalsanierungen bzw. Aufwertungsprozesse, Familienstreitigkeiten nach einer Erbschaft, ausstehende Bauvorhaben aufgrund von Vorschriften oder die Faulheit der Eigentümerschaft. Die Liste der Gründe ist lang und alle wissen um den andauernden Kampf für Wohnraum, den Kampf um die Stadt, den Kampf um den Raum – doch schwerwiegende Änderungen können in einem System wo das Kapital bestimmt wohl nicht zu erwarten sein. Der Kampf um Wohnraum bleibt an den Mieter*innen und ihren Unterstützer*innen hängen. Das Eigentum (somit die Eigentümerschaft) wird als höchstes Gut geschützt und jegliche Verantwortung abgegeben.
Mehr Informationen zur ernüchternden Sachlage „Wem gehört der Raum?“, sowie Fakten zur Immobilien Lage und deren Besitzer*innen in Basel sind zum Beispiel hier zu finden.

Raum als Privileg

Während es sich die einen leisten Häuser jahrelang leerstehen zu lassen, haben Andere nur sehr begrenzt Zugang zu Wohnraum. Betroffen sind die Menschen, welche kein Dach über dem Kopf haben, sich keinen Wohnraum auf dem Markt leisten können, welchen der Platz durch bürokratische Prozesse und diskriminierende Standards verweigert wird. – alle die wenige Möglichkeiten auf ein menschenwürdiges selbstbestimmtes Zuhause haben!
Menschen die in Camps leben haben keinen Rückzugsort, keinen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung, mussten während Corona teilweise in Bunkern auf engem Raum zusammenleben (siehe Broschüre 3rgg).

Menschen in der Nothilfe Struktur wird keinen Wohnraum zur Verfügung gestellt, sondern Gutscheine für die überfüllten Notschlafstellen verteilt. Notschlafstellen sind für Menschen ohne einen Schweizer Pass an etliche rassistische Hürden und Ausschaffung gebunden, wie das Beispiel im Februar 2021 zeigt. Einer Menschengruppe Romas wurde für zwei Wochen die Übernachtungskosten in der Notschlafstelle erlassen, mit der Bedingung sich innerhalb von zwei Wochen um die „Heimreise“ zu kümmern oder sich beim Migrationsamt zu melden und damit eine wahrscheinliche Ausschaffung zu riskieren. So blieb die Notschlafstelle nach kurzer Zeit wieder leer.

Im Raum Basel bietet die Notschlafstelle Platz für 25 Frauen und 75 Männer. Nur schon in der Stadt-Basel leben 175 Menschen in der Nothilfe Struktur, dazu Menschen ohne Obdach – nur schon diese Zahlen im Vergleich zeigen wie das System der Notschlafstelle nicht aufgeht. Zudem dient die Notschlafstelle – sowohl für Menschen in der Nothilfestruktur, als auch für andere Menschen ohne Obdach – nicht als Aufenthaltsort sondern ist von 8.00 bis 20.00 geschlossen. Wo sollen die Menschen ohne Zuhause ihre Tage während der Corona-Krise und generell verbringen? (siehe 3 Rosen Gegen Grenzen)

„Ein Zuhause für Alle“

Ein Zuhause ist für uns ein Raum, den alle brauchen und der niemandem verwehrt werden darf. Ein Raum, welcher bestärkend sein soll, ein persönlicher (kleiner) Freiraum, ein Schutzraum. Um gesund zu bleiben, jetzt mehr denn je, braucht es diesen Raum, die Möglichkeit nach Hygiene, die Möglichkeit zum Rückzug, nach Ruhe, die Möglichkeit sich physisch und psychisch zu pflegen.
Während Corona wurde die Situation für viele prekarisierte Menschen prekärer. Menschen mit k(l)einem Budget sind auf ein Zusammenleben auf engem Raum zurückgeworfen. FINTA-Personen sind dabei noch mehr häuslicher Gewalt, paralleler Kindesbetreuung und Homeoffice ausgesetzt. Die Liste von Missständen ist lange, welche mit der Problematik von „Wem gehört der Raum?“ zusammenhängen. Ein Zuhause ist jetzt wichtiger als je zuvor!
Die Kampagne aus Zürich „Ein Zuhause für Alle“ vom April 2020, hat eine handfeste Idee von Solidarität als Massnahme gegen die Krise. Menschen ohne Zuhause sollen leerstehende Häuser als Schutzraum nutzen können.
Besetzung als eine Möglichkeit um die viele ungenutzte Fläche zu füllen.

Wir schliessen uns den Vorschlägen aus Zürich „Ein Zuhause für Alle“ an und fordern:
• Bist du Hauseigentümer*in, und deine Liegenschaften stehen leer? Öffne sie denen, die kein Zuhause haben! Öffne sie den Menschen, die in Lagern eingesperrt sind
• Hotelzimmer als Wohnraum öffnen! Airbnb’s abschaffen
• Für alle anderen: Wenn Grosskonzerne und Andere ihre Liegenschaften nicht teilen wollen: Besetzt ein Haus. Teilt es mit denen, die keins haben. Verlange Gerechtigkeit.”
Mit dieser Besetzung bieten wir einen direkten Lösungsvorschlag für die Situation in Basel. Wir besetzen ein Haus, welches schon seit längerer Zeit leersteht und fordern die Besitzer*innen auf, dies uns gegen Kosten von Wasser und Strom zu überlassen.
Solidarität ist mehr als Seife und Abstand.

Für Basel zählen die gleichen Forderungen wie für Zürich und Überall:
• Für alle ein Zuhause. (Gemeinsam mit ihrem Haus gegen die Krise)
• Für alle die Möglichkeit, sich zu schützen.
• Für alle eine gesicherte Existenz.
• Alle Lager und Gefängnisse – sofort schliessen.”

GEMEINSAM GEGEN LEERE
gegenleere [at] immerda [dot] ch
https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/

Einige Hausbesetzungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/squated/squat
Einige Gruppen (Kollektive, soziale Zentren, Hausbesetzungen) in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH
Veranstaltungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/events/country/CH

quelle https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/2021/04/21/neue-besetzung-in-basel/

Basel: Stadt Für Alle

Wir haben in der leerstehenden Liegenschaft an der Leimenstrasse 31 ein Transparent mit der Aufschrift „Stadt für alle“ gehängt. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass im Kanton Basel-Stadt der Wohnungsleerstand seit 2019 auf einem Rekordhoch ist, während viele Leute einen Grossteil ihres Lohns für die Miete ausgeben und manche auch in Basel gar kein Zuhause haben. Insbesondere während Corona
spitzt sich dieses Problem zu: Wer von Kurzarbeit lebt hat Mühe, seine Miete noch zu bezahlen. Eingepfercht in kleine Wohnungen kommt es mehr zu häuslicher Gewalt. Wer kein sicheres Zuhause hat, kann nicht
zuhause bleiben. Gleichzeitig Wohnraum leerstehen zu lassen, macht keinen Sinn – die Situation hilft nur jenen, die eh schon reich sind. Wir sind dafür, die Eigentumsverhältnisse grundsätzlich zu hinterfragen – die Häuser denen, die drin wohnen!

Die Aktion ist Teil von „Gemeinsam gegen Leere! – Wem gehört der Raum?“

Revolutionäre Jugend Basel

Werdet aktiv, Stadt für alle!
Aktionstage vom 17.4. – 23.4.

GEMEINSAM GEGEN LEERE
gegenleere [at] immerda [dot] ch
https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/

Einige Hausbesetzungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/squated/squat
Einige Gruppen (Kollektive, soziale Zentren, Hausbesetzungen) in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH
Veranstaltungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/events/country/CH

Quelle: https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/2021/04/18/stadt-fuer-alle/

Basel: Aktionstage

“GEMEINSAM GEGEN LEERE – WEM GEHÖRT DER RAUM?” VOM 17. BIS 23. APRIL, ÜBERALL

“Bleiben Sie Zuhause. Bitte. Alle.”, „Gemeinsam gegen Corona“, “Lieber mit [Maske] als ohne”. So oder ähnlich fordern die Städte und Kantone dazu auf sich und andere gegen das neue Corona-Virus zu schützen. Die individuellen Mittel mit denen die Krise bewältigt werden kann sind jedoch sehr unterschiedlich. Zuhause zu bleiben ist nicht für alle gleich komfortabel oder überhaupt möglich. Viele haben zu wenig Platz oder keine physische und psychische Sicherheit Zuhause, müssen trotz Ansteckungsgefahr ausser Haus arbeiten oder werden durch die Massnahmen noch mehr in die soziale Isolation gedrängt. Viele haben aber nicht nur kein Zuhause oder die Mittel um sich zu schützen, sondern gar keinen menschenwürdigen Ort zum Leben: Menschen, die auf der Strasse, in Camps, Bunkern oder Gefängnissen wohnen müssen. Unsere Möglichkeiten unsere Leben selbstbestimmt nach eigenen Bedürfnissen und Werten zu leben sind auch während Corona bestimmt von Klasse, Gender, Aufenthaltsstatus und System-Konformität.

Mit dieser rasanten Vertiefung von strukturellen Ungleichheiten, fehlenden Lösungsansätzen und der durch Corona verstärkten wirtschaftlichen Krise hat eine Leere Einzug gehalten in viele unserer Köpfe, Körper, Zukunftspläne, soziale Interaktionen, Beziehungen und Portemonnaies.

Diese Leere lässt sich auch andernorts wiederfinden: Im öffentlichen Diskurs um soziale Ungleichheiten, in welchem viele prekäre Situationen beinahe unsichtbar und ignoriert bleiben. In unzähligen Immobilien von Grosskonzernen, Immobilienfirmen, staatlichen Strukturen oder vermögenden Einzelpersonen in jeder Stadt (wo sie sich dafür auf keinen Fall finden lässt: In den Portemonnaies derselben). Als leer entpuppten sich auch die Versprechen von Politiker*innen und Staatsorganen, die verschärfte Situation von Geflüchteten in den Camps, Sans-Papiers, Obdachlosen, FLINT-Personen und People of Color zu verbessern.

Zu Hause bleiben und nichts tun? Wir haben eine andere Idee von Solidarität! Lasst uns zusammen Missstände anprangern! Aufzeigen wo die Probleme der Krise begraben liegen! Grundsätze unserer Gesellschaft hinterfragen! Erfahrungen Teilen! Zeit für unkonventionelle Lösungen! Ziviler Ungehorsam ist mehr als angebracht! Solidarität mit Hand und Fuss kann gelebt werden! Gemeinsam gegen Leere!

Aufforderung an alle, die diese Ansichten teilen: Solidarisiert euch und nehmt an den Aktionstagen teil: Mit eurer Perspektive auf die Krise und eurer Aktionsform!

GEMEINSAM GEGEN LEERE
gegenleere [at] immerda [dot] ch
https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/

Einige Hausbesetzungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH/squated/squat
Einige Gruppen (Kollektive, soziale Zentren, Hausbesetzungen) in Schweiz https://radar.squat.net/de/groups/country/CH
Veranstaltungen in Schweiz https://radar.squat.net/de/events/country/CH

Quelle: https://gemeinsamgegenleere.blackblogs.org/2021/04/15/aktionstage/

Berlin: Demo – 6 Months Undead – Liebig 34 is Everywhere

Kungebung 09.04 16:00
Demo 10.04 12:00
Dorfplatz (Rigaerstr ecke Liebig)

Sechs Monate ist es her, dass die Liebig 34 als Manifestierung des Hauses an der Ecke Liebigstraße/Rigaerstraße aufhörte zu existieren. Sechs Monate ist es her, dass ein jahrelanger Kampf in einer Räumung am Morgen, einen Aufstand am Abend, zahllosen weiteren Solidaritätsaktionen – darunter ein Anschlag auf die Ringbahn, der diese tagelang außer Betrieb setzte – und letztlich dem Verlust eines globalen Symbols des Anarcho-Queer-Feminismus mündete.

Aber sechs Monate später und die Liebig lebt weiter; in Bristol, wo letzte Woche eine Demonstration – nach der Entführung und Ermordung von Sarah Everard durch eine:n Polizist:in der Metropolitan Police – gegen geschlechtsspezifische Gewalt und ein neues autoritäres Polizeigesetz zu einer Nacht der Gewalt gegen die Polizei eskalierte; in London, wo der gleiche Kampf zur Besetzung einer stillgelegten Polizeistation führte; in Mexiko-Stadt am Internationalen Frauentag, wo militante Feminist:innen den Zaun um den Nationalpalast durchbrachen und die Schilde der Bereitschaftspolizei in Brand setzten; in der letzten Woche in Berlin, wo es wegen der Räumung der Meuterei und der anhaltenden Bedrohung von Rigaer 94, Potse, Køpi Wagenplatz und anderen Projekten zu Demonstrationen und Angriffen kam. Mit dem Wegfall des Hauses ist die Liebig sofort nirgendwo und überall.

In der Krise des Spätkapitalismus, die durch die Corona-Pandemie akut geworden ist, versuchen Regierungen weltweit, ihr Arsenal an Repression gegen emanzipatorische und revolutionäre Bewegungen zu verstärken. Neue Polizeigesetze gegen Versammlungsrechte werden in Großbritannien und Frankreich vorgeschlagen und in Griechenland verabschiedet. Hausbesetzungen und autonome Räume in Athen, Ljubljana und Berlin werden geräumt. Die Antifa und die anarchistische Bewegung werden in den USA zur Terrororganisation erklärt, während das gleiche Narrativ in Barcelona zur Verhaftung von acht Anarchist:innen nach den Protesten gegen die Inhaftierung von Pablo Hasel führt.

Als physischer Raum gibt es die Liebig 34 nicht mehr; aber unsere Ideen und unsere Solidarität sind gerade deshalb so widerstands- und anpassungsfähig, weil sie nicht auf Eigentum beruhen. Kapitalismus mag uns lehren, dass der Wert eines Hausprojekts das Haus ist, aber wir wissen und erleben, dass er weit darüber hinausgeht. Die Liebig34 ist nicht das Haus in der Liebigstr. 34, sie ist das, was die Menschen daraus gemacht haben. Die Räumung des Hauses ist ein Verlust, weil die Bewohner:innen ihr Zuhause verloren haben und weil wir als Gesellschaft diesen Raum verloren haben, aber es ist keine Niederlage. Das Kollektiv Liebig34 mag vielleicht in den Mauern dieses Hauses gegründet worden sein, aber es braucht sie nicht, um zu existieren. Es lebt weiter. Und so auch all das, wofür es steht. Kulturelle Praxis und politische Organisierung brauchen vielleicht einen materiellen Raum, aber Ideen nicht. Unsere Visionen leben weiter. Und so auch unser Kampf. Liebig34 ist überall, weil sie überall gebraucht wird. Liebig34 wird niemals sterben, weil sie immer gebraucht werden wird.

Sollten die staatlichen Behörden glauben, uns zum Schweigen bringen zu können, indem sie uns zu Boden prügeln, vergäßen sie, dass genau das der Grund ist, warum wir überhaupt kämpfen. Je härter sie uns behandeln, desto härter werden wir kämpfen. Weil es eben nicht um ein bestimmtes Haus geht. Sondern weil es um den Grund geht, warum es seinen Menschen entrissen wurde. Sondern weil es um die Eigentumsverhältnisse an sich geht. Sondern weil es um unsere gesellschaftlichen Strukturen als Ganzes geht. Wie sollen wir nach einem solchen Akt der Gewalt schweigen? Wie könnten wir es jemals “einfach sein lassen”, wenn es um unsere Lebensbedingungen geht? Politische Arbeit ist kein Hobby, es ist der Kampf für ein besseres Leben. Alles, was wir tun, ist gesellschaftliche Interaktion, also warum sollte es uns jemals nicht mehr wichtig sein, wie die gesellschaftliche Ordnung ist?

Es kann uns niemals egal sein. Und deshalb müssen wir wieder aufstehen. Wir können es uns nicht leisten stehenzubleiben. Lasst uns wieder deutlich machen, was wir wollen. Lasst uns ihnen wieder zeigen, dass wir ihre Gewalt nicht tolerieren.

Lasst uns in der Offensive bleiben. Alerta!

Gruppen in Berlin https://radar.squat.net/de/groups/city/berlin
Veranstaltungen: Berlin https://radar.squat.net/de/events/city/Berlin
Stressfaktor https://radar.squat.net/de/stressfaktor

Gruppen: Deutschland https://radar.squat.net/de/groups/country/DE
Veranstaltungen: Deutschland https://radar.squat.net/de/events/country/DE

Radar: https://squ.at/r/89al & https://squ.at/r/893s