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Winkel
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Kurzvorstellung

In den Jahren 1996 und 1998 kam das brandenburgische Belzig aus den rechten
Schlagzeilen nicht mehr heraus. Nationale und internationale Medien berichteten über
fremdenfeindliche Übergriffe, eine offene rechte Präsenz im Stadtbild und eine
ausländerfeindliche Atmosphäre in der 7700 Einwohner zählenden Kreisstadt, etwa 70
Kilometer südwestlich von Berlin.

Hier leben etwa 320 Ausländer aus 51 Nationen, überwiegend Asylbewerber und noch
etwa 50 bosnische Kriegsflüchtlinge.

Den weit transportierten Ruf einer "Hochburg des Rechtsextremismus" hat Belzig hauptsächlich die
tatsache des schweigenden Wegsehens eingebracht. So wurde die deutsche Pflegefamilie des hier
lebenden Ghanaers Martin Agyare angefeindet und ausgegrenzt. Er selbst wurde außerhalb von Belzig
zweimal Opfer fremdenfeindlicher Angriffe , wobei er schwere Verletzungen erlitt und den linken
Unterschenkel verlor. Rechte Jugendliche dominierten die Atmosphäre im einzigen
Jugendfreizeitzentrum der Stadt, schüchterten Altersgefährten und Bürger ein. Das offene Tragen von Nazisymbolen und Randale auf Stadtfesten bzw. Überfälle auf Ausländer (Restaurants,
Asylbebewerber) ließen das Maß unerträglich voll werden.

Die Stadtverwaltung berief gemeinsam mit der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen (RAA) und deren mobilem Beratungsteam im Herbst 1997 das "Belziger Forum gegen Rechtsextremismus und Gewalt" . Alle sechs Wochen treffen sich in dieser Runde Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, Lehrer, Sozialarbeiter, Mitarbeiter von Jugendbehörden und engagierte Belziger Bürger. Ihr Ziel: Eine Atmosphäre der Toleranz, eines menschlicheren Miteinanders ohne Gewalt, Respekt voreinander und Neugier aufeinander.
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